
Versorgungsbilanz mit tierischen Produkten
„Wird in Österreich weniger von einem Nahrungsmittel erzeugt als verbraucht, liegt der Selbstversorgungsgrad unter 100. Wird mehr produziert als hierzulande benötigt wird, liegt er über 100 Prozent.”
Österreich produziert viele Lebensmittel
Mit Fleisch, Milch und Käse könnte sich Österreich selbst versorgen– hier deckt die heimische Produktion den Bedarf der Konsument:innen. Eier & Butter brauchen Zukauf, Fisch kommt fast zur Gänze von außen.
Alle Zahlen im Überblick: Konsummilch 177%, sonstige flüssige Milchprodukte 198%, Käse (inkl. Schmelzkäse) 109%, Fleisch gesamt 107%, Eier 87%, Butter 64%, Fisch 8%.
Der Selbstversorgungsgrad errechnet sich aus der produzierten Menge und der verbrauchten Menge (sowohl für Lebensmittel als auch für Tiernahrung).
Was passiert mit den überschüssigen Erzeugnissen?
Drei Viertel der Exporte österreichischer Agrargüter und Lebensmittel gehen in andere EU-Mitgliedsländer. Der wichtigste Exportpartner ist Deutschland, gefolgt von Italien, USA und Schweiz.
Die Herausforderungen liegen in der Erhöhung des Selbstversorgungsgrades, insbesondere bei Geflügelfleisch und Ei, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu verringern. Dies erfordert Maßnahmen zur Steigerung der heimischen Produktion und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus müssen die Kennzeichnungsanforderungen und Kontrollen verbessert werden, um sicherzustellen, dass importierte Produkte den gleichen Standards entsprechen wie einheimische Produkte.
Mehr Fleisch am Teller – Proteintrend lässt grüßen.
Im 1. Halbjahr 2025 landete wieder mehr Fleisch in den Österreichischen Einkaufswägen. Besonders Rind & Kalb ziehen an. Ein Grund: Der aktuelle Fokus auf proteinreiche Ernährung. Parallel boomen auch Skyr, Cottage Cheese & Eier aus dem selben Grund.
Die Zahlen:
– Fleisch & Geflügel gesamt: +4,4 % Menge, +7,1 % Wert.
– Rind & Kalb: +10,9 % Menge – stärkster Treiber.
– Huhn: +3,4 % Menge.
– Parallel boomen proteinreiche Foods wie Skyr/Naturjoghurt (+12,3 %), Cottage Cheese (+12,6 %) und Eier (+6,0 %).
Wer zu heimischer Qualität greift, setzt auf klare Standards und kurze Wege!
- Statistik Austria, Versorgungsbilanzen 2024
- RollAMA Marktüberblick 1. Halbjahr 2025
- Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ)
Jährlich landen in Österreich 1,2 Mio. Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle im Müll.
Doch was bedeutet „vermeidbarer“ Müll eigentlich? Vermeidbare Abfälle sind Lebensmittel, die noch genießbar gewesen wären, aber dennoch weggeworfen wurden – wie übrig gebliebene Brotstücke, vergessene Joghurtbecher oder ungenutztes Gemüse aus dem Kühlschrank.
💡 Was zählt nicht dazu? Lebensmittel, die an karitative Organisationen gespendet werden (z. B. Tafeln oder Sozialmärkte), sowie Futtermittel. Diese Mengen werden regelmäßig erfasst, jedoch nicht als Abfall gewertet, da sie einer sinnvollen Weiterverwendung zugeführt werden.
Mit gezielter Planung und kreativer Resteverwertung können wir alle unseren Beitrag leisten und den Anteil vermeidbarer Abfälle deutlich senken!

Mit 28 % wird Brot am meisten weggeworfen, gefolgt von Obst und Gemüse mit 27 %. Oft handelt es sich dabei um noch genießbare Lebensmittel, die durch richtige Lagerung und bewusstes Einkaufen gerettet werden könnten. Auch die Packungsgrößen verderblicher Lebensmittel spielen eine Rolle dabei.
Jede Mahlzeit und Lebensmittel, die im Müll landen, bedeutet verschwendete Ressourcen wie Wasser, Energie und Arbeitskraft.











