
Milchvergleich
„Milch ist ein wertvoller Bestandteil unserer Ernährung. Produkte aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch bringen unterschiedliche Vorteile mit sich. Wer bewusst auswählt, kann seine Ernährung bereichern – und dabei auch neue Geschmackswelten entdecken.“ ²˒³
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kuhmilch: liefert Eiweiß, Kalzium und Vitamin B12.²˒⁴
- Schafmilch: enthält im Vergleich zu Kuhmilch meist mehr Fett und Eiweiß; die Zusammensetzung variiert je nach Produkt.³˒⁷
- Ziegenmilch: unterscheidet sich in Geschmack und Zusammensetzung von Kuhmilch; die individuelle Verträglichkeit kann unterschiedlich sein.²˒³
- Pflanzendrinks: sind in der Regel laktosefrei und unterscheiden sich je nach Rohstoff, Verarbeitung und Anreicherung in ihrer Zusammensetzung.²˒³
Hintergrundinformationen
Was versteht man unter „Milch“?
Laut EU-Verordnung ist „Milch“ das durch Melken gewonnene Erzeugnis eines oder mehrerer Tiere, ohne Zusatz oder Entzug. Standardmäßig meint der Begriff Kuhmilch. Bei Milch anderer Tierarten muss die Art angegeben werden, z. B. „Schafmilch“ oder „Ziegenmilch“. Das Wort „Milch“ ist rechtlich geschützt.¹
Wie sieht die Versorgungslage in Österreich aus?
Österreich ist bei Kuhmilch nahezu Selbstversorger: Der Gesamtgrad liegt bei 111 %, bei Konsummilch sogar bei 182 %. Hingegen machen Schaf- und Ziegenmilch nur ca. 1 % der gesamten Milchproduktion aus. Dennoch steigt das Interesse an diesen Spezialmilchsorten stetig. Der Bio-Anteil bei Kuhmilch liegt bei 19 %.⁵˒⁷
Was steckt drin in einem Liter Milch?
Milch und Milchprodukte liefern unter anderem hochwertiges Eiweiß sowie Nährstoffe wie Kalzium, Vitamin B2, Vitamin B12 und Zink. Die Gehalte unterscheiden sich je nach Tierart und Produkt.²˒⁴
In Österreich ist die an heimische Molkereien gelieferte Rohmilch laut den geltenden Vorgaben zur „Ohne Gentechnik hergestellt“-Kennzeichnung gentechnikfrei erzeugt.⁶
Wie steht es um die Verträglichkeit?
Bei Milchallergien handelt es sich um eine immunologische Reaktion gegen Milcheiweiße, meist im Kindesalter. Schaf- und Ziegenmilch gelten teilweise als Alternative, können aber Kreuzallergien auslösen.²˒⁶
Laktoseintoleranz betrifft Jugendliche und Erwachsene öfter und entsteht durch verminderte Laktase-Aktivität. Laktosefreie Produkte, bei denen der Milchzucker aufgespalten ist, sind meist gut verträglich.²˒⁶
Pflanzendrinks sind generell laktosefrei. Allerdings enthalten sie häufig viele Zusatzstoffe und ihre Nährstoffgehalte müssen künstlich ergänzt werden – was vor allem bei Bio-Produkten eingeschränkt möglich ist.²˒³
Wo bekomme ich welche Milchprodukte?
Kuhmilch ist österreichweit im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich. Schaf- und Ziegenmilchprodukte werden ebenfalls von vielen Handelsketten angeboten und sind darüber hinaus häufig direkt auf landwirtschaftlichen Betrieben erhältlich.⁵˒⁷
Auch Pflanzendrinks sind mittlerweile in nahezu allen Supermärkten verfügbar. Preise und Sortiment unterscheiden sich je nach Marke, Produkt, und Händler.³
Warum dürfen pflanzliche Alternativen nicht „Milch“ heißen?
Nach dem europäischen Lebensmittelrecht ist die Bezeichnung „Milch“ grundsätzlich Erzeugnissen tierischen Ursprungs vorbehalten. Pflanzliche Alternativen werden daher beispielsweise als Haferdrink, Sojadrink oder Mandeldrink bezeichnet. Eine traditionelle Ausnahme bildet unter anderem die Kokosmilch.¹
Kalzium, Vitamin B12 oder andere Nährstoffe sind in vielen Pflanzendrinks nur dann enthalten, wenn sie im Rahmen der Herstellung zugesetzt werden. Daher lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle.²˒³
Informationsstand vom 28.05.2025










