
Tierhaltung schafft Jobs
„Die neue Studie zeigt, unsere heimische Nutztierhaltung schafft Jobs!“
Nutztierhaltung spielt eine zentrale Rolle in der österreichischen Landwirtschaft. Die Hauptaktivitäten der Nutztierbetriebe umfassen die Produktion von Futtermitteln, Zucht und Haltung sowie die industrielle Verarbeitung tierischer Produkte. Zudem tragen Nutztiere wesentlich zur Pflege von Kulturlandschaften bei, fördern den Tourismus, unterstützen technologische Innovationen, stärken die Kreislaufwirtschaft und beeinflussen viele soziale Bereiche des gesellschaftlichen Lebens – wie etwa die Sicherung von Arbeitsplätzen!
Die Nutztierhaltung sichert in Österreich insgesamt 182.500 Arbeitsplätze, davon 126.200 direkt in den Betrieben (97.500 Vollzeitäquivalente). Insgesamt trägt die Branche mit 3,6% zur Beschäftigung in der österreichischen Volkswirtschaft bei. Darüber hinaus werden mittel- und unmittelbar 6,7 Milliarden Euro an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung generiert – 3,0 Milliarden Euro direkt und 3,7 Milliarden Euro durch indirekte und induzierte Effekte. Die ausgelösten Fiskal- und Sozialbeitragseffekte belaufen sich auf 1,6 Milliarden Euro (ohne Körperschaftssteuer).
Werden über den Faktor „Urlaub am Bauernhof“ hinausgehende Tourismuseffekte für eine volkswirtschaftliche Einordnung berücksichtigt, so erhöhen sich die Effekte. Es sind 9,0 Mrd. Euro an Produktionswert, 4,8 Mrd. Euro Wertschöpfung und 82.700 Arbeitsplätze, welche dem Wirtschaftsfaktor Nutztiere in der statistischen Abgrenzung der Kernaktivitäten hinzu zurechnen wären. Diese Dimension verkörpert eine modellarische Obergrenze, rückt allerdings mehr die Tourismuswirtschaft und weniger die eigentlichen Prozesse der Nutztierhaltung in den Vordergrund.
Gesamtwirtschaftlich betrachtet wird in Österreich durch Rinder am meisten erwirtschaftet. In der Aufsummierung sämtlicher Effektebenen (direkte, indirekte und induzierte Effekte) sind es 7,2 Mrd. Euro an Produktionskraft, 3,0 Mrd. Euro an Wertschöpfung und 71.600 mehr Arbeitsplätze, die durch Rinderhaltung geschaffen werden.
Dahingehend generiert die Nutztierhaltung in Niederösterreich gesamtwirtschaftlich 3,4 Mrd. Euro an Produktionswert sowie 1,4 Mrd. Euro an Wertschöp-fung, damit korrelieren 29.600 Arbeitsplätze. In Oberösterreich trägt die Nutztierhaltung mittel- und unmittelbar 2,8 Mrd. Euro zum heimischen Produktionswert und 1,2 Mrd. Euro zur korrespondierenden Wertschöpfung bei, wobei rund 24.000 Arbeitsplätze in Österreich erhalten bleiben. Auch die Nutztierhaltung in der Steiermark weist eine beträchtliche Produktionsleistung auf – 2,6 Mrd. Euro an Produktionswert und 1,1 Mrd. Euro an Wertschöpfung, verbunden mit der Sicherung von etwa 26.600 Arbeitsplätzen. Im Regionalranking folgen die anderen österreichischen Bundesländer, wobei geringere absolute Größen nicht zwingend eine geringere wirtschaftliche Bedeutung bedeuten müs-sen. Denn in Relation zur Bundesländergröße zeigt sich grosso modo über das gesamte Bundesgebiet eine große regionalwirtschaftliche Impulskraft, wobei Wien natürlich eine Sonderrolle einnimmt.
Tourismuseffekte im weiteren Sinne
Ein signifikanter Teil heimischer und vor allem ausländischer Touristen verbringt Urlaub in Österreich aufgrund der Schönheit der Kulturlandschaft, ohne direkten Kontakt zu Nutztieren zu haben. Natur und Landschaft sind die wichtigsten Co-Motive bzw. Entscheidungskriterien für die Wahl Österreichs als Urlaubsdestination. Dennoch pflegen Nutztiere das Landschaftsbild. Wo Technik nicht möglich oder zu teuer ist, helfen sie, die Landschaft zu erhalten und steigern so die touristische Attraktivität (z.B. Schafe, in Höhenlagen). Nicht zuletzt wären die immer beliebter werdenden Wanderurlaube nicht möglich.
Touristen tätigen Ausgaben für Unterkünfte und Verpflegung, was wiederum neue Produktion und Wertschöpfung in der heimischen Wirtschaft auslöst bzw. Arbeitsplätze generiert. Im Falle von ausländischen Touristen kann man gar von zusätzlichen Impulsen (anstatt von Substitutionen) ausgehen. Werden über den bereits berücksichtigten Faktor „Urlaub am Bauernhof“ hinausgehende Tourismuseffekte für eine volkswirtschaftliche Einordnung berücksichtigt, so erhöhen sich die in Abschnitt 1.1. ausgewiesenen Ergebnisse enorm. Dahingehend sind es 9,0 Mrd. Euro an Produktionswert, 4,8 Mrd. Euro Wertschöpfung und 82.700 Arbeitsplätze, welche dem Wirtschaftsfaktor Nutztiere in der bisherigen statistischen Abgrenzung hinzu zurechnen wären.











