
Mehr Frauen übernehmen am Hof – doch wer übernimmt Haushalt und Care-Arbeit?
Die Ergebnisse der Bäuerinnen-Studie 2026 zeigen einen klaren Wandel: Bäuerinnen übernehmen heute mehr Verantwortung in der Führung und Entwicklung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.¹
Die aktuelle Bäuerinnen-Studie 2026 zeigt, dass Frauen in der österreichischen Land- und Forstwirtschaft zunehmend Führungsaufgaben übernehmen und die Entwicklung ihrer Betriebe aktiv mitgestalten. Bereits 34 % der befragten Bäuerinnen sind Hofübernehmerinnen – 2016 waren es noch 22 %. Auch bei der Gründung neuer Betriebszweige, etwa in der Direktvermarktung, der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und im Tourismus, spielen sie eine wichtige Rolle.
Vom Stallmanagement bis Social Media: Jede zweite Bäuerin nutzt Social Media, um Einblicke in ihren Berufsalltag zu geben
Bildung trifft Hofnachfolge: Mehr als 50% der Jungbäuerinnen haben mindestens Maturaniveau. Gleichzeitig sind 78% der genannten Hofnachfolger Söhne.
Gleichzeitig bleiben Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege überwiegend Aufgabe der Frauen. Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten und die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Die Studie unterstreicht daher die Bedeutung besserer Rahmenbedingungen, einer stärkeren sozialen und finanziellen Absicherung sowie einer gerechteren Aufteilung der Arbeit.
Die Ergebnisse machen deutlich: Bäuerinnen sind zentrale Gestalterinnen der Zukunft land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Ihre Leistungen und ihre Verantwortung verdienen mehr Sichtbarkeit und Anerkennung.¹
9 von 10 Österreicher:innen schätzen ihre Bäuerinnen und Bauern – dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Generationen. Klicke hier, um zum ganzen Artikel zu gelangen.
¹ Bäuerinnen-Studie 2026: Neue Erkenntnisse für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft, BMLUK
Bäuerinnen-Studie 2026: Neue Erkenntnisse für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft – Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
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