
Fleischrinderrassen
„Rinderrassen in Österreich: Von seltenen, gefährdeten Arten bis zu spezialisierten Fleischrindern.“
In Österreich werden unterschiedliche Rinderrassen gehalten. Sie unterscheiden sich unter anderem nach Herkunft, Nutzung, Zuchtziel, Körperbau und ihrer Eignung für unterschiedliche Haltungs- und Bewirtschaftungssysteme.
Neben spezialisierten Fleischrassen spielen auch traditionelle und gefährdete Rassen eine Rolle. Die Haltung bestimmter Rassen kann – abhängig von Region, Betrieb und Bewirtschaftung – zur Nutzung von Grünland und zur Offenhaltung von Flächen beitragen. Der Erhalt gefährdeter Rassen unterstützt außerdem die genetische Vielfalt bei Nutztieren.¹˒²
Die Rinderhaltung reicht von der Nutzung von Grünland in Berg- und benachteiligten Regionen bis hin zur gezielten Zucht auf Fleischleistungsmerkmale. In Österreich werden dafür verschiedene Rassen und Zuchtprogramme eingesetzt.
Gefährdete Rinderrassen: Traditionelle Tiere im Fokus der Generhaltung
Einige traditionelle Rinderrassen gelten als gefährdet und werden im Rahmen von Generhaltungsprogrammen unterstützt. Der Erhalt solcher Rassen kann zur Sicherung genetischer Vielfalt bei Nutztieren beitragen.¹˒²
Bestimmte traditionelle Rassen verfügen über rassespezifische Eigenschaften, die für unterschiedliche Regionen und Bewirtschaftungsformen interessant sein können. Dazu können beispielsweise Robustheit oder eine gute Anpassung an bestimmte Standortbedingungen gehören. Welche Eigenschaften tatsächlich vorhanden sind, hängt von der jeweiligen Rasse und ihrer Zuchtgeschichte ab.
Beim Erhalt gefährdeter Rassen geht es daher nicht um „Artenschutz“, sondern um die Erhaltung genetischer Vielfalt innerhalb der Nutztierart Rind.
Spezialisierte Fleischrassen: Zucht auf Fleischleistungsmerkmale
Spezialisierte Fleischrassen werden gezielt auf Fleischleistungsmerkmale gezüchtet. Je nach Zuchtprogramm können dabei beispielsweise Wachstum, Bemuskelung, Ausschlachtung, Rahmen, Fruchtbarkeit und weitere funktionale Eigenschaften berücksichtigt werden.¹
Auch Merkmale der Fleischqualität können bei der Zucht und Vermarktung eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Fettabdeckung oder Marmorierung. Aussagen zur Zartheit oder zum Geschmack sollten jedoch immer im Zusammenhang mit Rasse, Teilstück, Reifung und Zubereitung betrachtet werden.
In Österreich werden zahlreiche Fleischrinderrassen betreut. Fleischrinder Austria nennt 24 Rassen mit Fleischleistungsmerkmalen; für 14 spezielle Fleischrinderrassen besteht ein österreichweites Zuchtprogramm.¹
Welche Rasse auf einem Betrieb eingesetzt wird, hängt unter anderem von Zuchtziel, Standort, Futtergrundlage, Haltungsform und Vermarktungsweg ab.
Extensive Rinderhaltung: Robuste Tiere für schwierige Bedingungen
Extensive Rinderhaltung bezeichnet meist eine flächengebundene, weniger intensive Nutzung von Grünland- oder Weideflächen. Einige robuste Rassen gelten als gut an rauere Witterung oder schwierigeres Gelände angepasst.
Durch gezielte Beweidung können Rinder zur Nutzung und Offenhaltung von Almen, Weiden und anderen Grünlandflächen beitragen. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen jedoch unter anderem von Standort, Besatzdichte, Weidemanagement und Dauer der Beweidung ab.²
Dauergrünland kann Kohlenstoff im Boden speichern. Wie sich die Beweidung auf Humusaufbau und Treibhausgasbilanz auswirkt, hängt jedoch stark von Boden, Klima, Pflanzenbestand und Bewirtschaftung ab.
Rasse, Fütterung, Alter, Haltung, Reifung und Zubereitung können Geschmack, Textur und weitere Eigenschaften von Rindfleisch beeinflussen – für mehr Infos klicke hier.
Du willst beim Einkaufen österreichisches Fleisch höchster Qualität direkt erkennen? Dann mach dich schlau und klicke hier.
¹ Rinderzucht Austria / Fleischrinder Austria: Informationen zu Rinderrassen, Fleischrinderzucht und österreichischen Zuchtprogrammen.
² ÖNGENE / Generhaltungsprogramme: Informationen zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen und zur genetischen Vielfalt.
³ ARGE Rind: Informationen zu Rindfleischprogrammen und deren jeweiligen Kriterien.
⁴ Fachquellen zu Grünland und Beweidung: Informationen zu Grünlandnutzung, Humus und Kohlenstoffspeicherung





















