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Label-Check: Transparenz auf dem Etikett

„Etiketten unter der Lupe: Was uns Labels und Kennzeichen über Lebensmittel aussagen können.”

Label-Check: Was steckt hinter dem Schinken-Etikett?

Beim Einkauf von Schinken nutzen viele Konsument:innen das Etikett, um Hinweise auf Herkunft, Qualitätssysteme und Verarbeitung zu erhalten. Wichtig ist dabei: Nicht jedes Kennzeichen sagt dasselbe aus. Das Identitätskennzeichen zeigt beispielsweise den zugelassenen Betrieb, in dem das Produkt zuletzt behandelt oder verpackt wurde. Es ist kein vollständiger Herkunftsnachweis für die Rohstoffe.⁴

Wichtig!

Bei Fleisch und Fleischerzeugnissen mit rot-weiß-rotem AMA-Gütesiegel gelten definierte Herkunfts-, Qualitäts- und Kontrollkriterien. Der genaue Geltungsbereich hängt von der jeweiligen Produktgruppe, Siegelvariante und Richtlinie ab.⁶

Das Identitätskennzeichen allein zeigt hingegen nicht automatisch, woher die verwendeten Rohstoffe stammen.⁴

Label-Check: Was steckt hinter dem Schaf- und Ziegenkäse-Etikett?

Feta ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.). Bei einer geschützten Ursprungsbezeichnung müssen alle Produktionsschritte im abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen. Bei Feta ist die Bezeichnung für entsprechenden Käse aus Griechenland geschützt.⁴

Österreichische Feta-Alternativen

Österreichische Alternativen werden beispielsweise als „Käse in Salzlake“ oder „Käse nach Feta-Art“ angeboten.³

Eine österreichische Herkunft erkennt man nicht allein am AT-Code, sondern an klaren Herkunftsangaben, Gütesiegeln oder Angaben wie „Milch aus Österreich“. Dabei sollte darauf geachtet werden, auf welche Zutat oder welchen Produktionsschritt sich die jeweilige Angabe bezieht.³˒⁴

Label-Check: Frischkäse und Milchprodukte aus Österreich

Was solltest du beim Einkauf beachten?

  • AT-Code ≠ automatisch österreichische Rohstoffherkunft: Das Identitätskennzeichen bezeichnet den zugelassenen Betrieb.⁴
  • Herkunftsangaben genau lesen: Achte darauf, ob sich eine Angabe auf das Tier, den Rohstoff oder die Verarbeitung bezieht.³˒⁴
  • Gütesiegel prüfen: Entscheidend ist, welche konkreten Herkunfts-, Qualitäts- und Kontrollkriterien hinter einem Siegel stehen.⁶
  • Bei geschützten Herkunftsbezeichnungen auf das Zeichen achten: Bei einer g.U. sind die Produktionsschritte an das festgelegte geografische Gebiet gebunden.⁴

Frischfleischkennzeichnung

Das Identitätskennzeichen gibt Auskunft darüber, welcher zugelassene Betrieb das Fleisch zuletzt behandelt oder verpackt hat. Es ist nicht automatisch ein vollständiger Nachweis für die Herkunft des Tieres oder der verwendeten Rohstoffe.⁴

Eine vollständige österreichische Herkunft sollte über klare Herkunftsangaben oder anerkannte Kontroll- und Gütezeichen nachvollziehbar belegt sein. Beim AMA-Gütesiegel sind die jeweiligen Herkunftskriterien von der Produktgruppe und der entsprechenden Richtlinie abhängig.²˒⁶

Herkunftskennzeichnung von tierischen Produkten

„Ein Schritt in Richtung Transparenz am Teller wurde in der Gemeinschaftsverpflegung getan. Zusätzlich kann die Nachfrage von österreichischem Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) gedeckt werden.”

¹ Schweinehaltung Österreich

² Rinderzucht Austria

³ ÖBSZ

Europäische Kommission: Geografische Angaben für Lebensmittel und Getränke

Milchindustrie-Verband e. V. (MIV)

AMA: Lebensmittelwissen Käse / AMA-Gütesiegel und Herkunftskriterien

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