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Wusstest du, dass Schweine ein „Tattoo“ bekommen?

Rückverfolgbarkeit beginnt im Stall

Wenn wir Lebensmittel kaufen, möchten wir wissen, woher sie stammen. In der Schweinehaltung gibt es dafür verschiedene Kennzeichnungsschritte. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Tätowierstempel am Mastbetrieb.

Vom Ferkel bis zum Mastschwein

Ferkel werden – sofern es sich nicht um einen Kombibetrieb handelt – bereits am Zuchtbetrieb mit einer Ohrmarke gekennzeichnet. Später, am Mastbetrieb, kommt zusätzlich die Tätowierung der Schweine zum Einsatz.

Sie ist ein Bestandteil der Herkunftssicherung von Schweinefleisch. Durch die korrekte Verwendung des Tätowierstempels und das vollständige Ausfüllen des Viehverkehrsscheins kann die Herkunft der Tiere beziehungsweise der Schlachtkörperhälften nachvollzogen werden.

Was steht auf dem Tätowierstempel?

Jedes Mastschwein erhält spätestens 30 Tage vor der Schlachtung eine Kennzeichnung mit einem speziellen Tätowierstempel.

Der Stempel enthält unter anderem Angaben zum Herkunftsland, den Bundesländercode und die Betriebsnummer sowie Abkürzungen von Qualitätsprogrammen. Dadurch kann nachvollzogen werden, von welchem landwirtschaftlichen Betrieb das Tier stammt.

Gemeinsam mit den Begleitdokumenten entsteht so eine Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette.

Wo wird das Schwein tätowiert?

Der Tätowierstempel wird beidseitig im Schulterbereich angebracht. Dort bleibt die Kennzeichnung gut lesbar, ohne wertvolle Fleischstücke zu beeinträchtigen.

Damit der Stempel dauerhaft lesbar bleibt, ist eine korrekte Anwendung wichtig. Dazu gehören saubere und scharfe Stempel, ein Anschlag pro Seite, ausreichend Farbe und eine ruhige Handhabung der Tiere.

Wie reagieren Schweine auf die Tätowierung?

Auch bei der Kennzeichnung spielt die fachgerechte Durchführung eine Rolle. Laut dem Merkblatt reagieren Schweine aufgrund der geringen Einstichtiefe der Ziffern in der Regel nur wenig auf den Vorgang.

Die Tätowierung ist damit eine Methode zur sicheren Identifikation der Tiere, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird.

Rückverfolgbarkeit Schritt für Schritt

Vom Zuchtbetrieb über den Mastbetrieb bis zur Schlachtung begleiten Kennzeichnungen und Begleitdokumente den Weg der Tiere. Der Tätowierstempel am Mastbetrieb ist dabei ein wichtiger Bestandteil, um die Herkunft der Tiere beziehungsweise der Schlachtkörperhälften nachvollziehen zu können.

Weiterentwicklung durch Forschung und Innovationen – Schweinehaltung entwickelt sich weiter: Neue Projekte gestalten die Zukunft der Haltung, Zucht und Produktion. Klick hier, um zum ganzen Artikel zu gelangen.

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