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Schweinemarkt in Österreich – aktuell

„Tierseuchenbedingte Exportsperren und eine Überproduktion am europäischen Markt haben in den letzten Monaten zu einem deutlichen Preisverfall geführt.
Für viele heimische Betriebe bedeutet das aktuell einen Verlust bei jedem verkauften Schwein.“

Warum wird nicht einfach weniger produziert?

Zwischen der Besamung einer Sau und dem verkaufsfertigen Schwein liegen rund 10 Monate. Bäuerinnen und Bauern müssen also lange im Voraus planen und investieren – lange bevor das Fleisch verkauft werden kann.

Dazu kommen hohe Fixkosten für Stall und Technik sowie laufende Ausgaben für Futter, Tierarzt, Energie, Reparaturen und Versicherungen. Die Produktion lässt sich deshalb nicht einfach von heute auf morgen reduzieren.

Die Rechnung geht nicht auf

Derzeit reicht der Erlös aus dem Schweineverkauf nicht aus, um die Produktionskosten zu decken.

Im Durchschnitt verlieren die Betriebe 20 Euro pro Schwein. Hochgerechnet auf alle österreichischen Familienbetriebe ergibt das einen Verlust von rund 1,6 Millionen Euro – jede Woche.

Warum trifft das Österreich besonders hart?

Österreich setzt auf hohe Tierwohlstandards. Seit dem letzten Jahr gelten strengere Vorgaben mit mehr Platz und besseren Haltungsbedingungen für Schweine, die bis 2034 schrittweise umgesetzt werden.

Das ist ein wichtiger Schritt für das Tierwohl – macht die Produktion aber auch teurer als in Ländern mit niedrigeren Standards. Dadurch geraten heimische Betriebe im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. ¹ ²

Hier geht’s zur Beitragsnachschau auf ORF konkret: https://on.orf.at/video/14333093/konkret

Wie wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Druck krank macht – Studienergebnisse belegen: Landwirt:innen sind am Limit. Für den ganzen Beitrag klick hier.

¹ Schweinehaltung Österreich: “Dramatische Lage am Schweinemarkt”, 24.Juli 2026

² https://schweine.at/dramatische-lage-am-schweinemarkt-branche-im-austausch-mit-landwirtschaftsminister-totschnig/

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