
Stalleinblick Schweinebäuerin
Ein Tag mit Petra bei den Schafen
Das Wichtigste auf einen Blick
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Der Familienbetrieb von Petra Wimmer liegt in Sattledt, Oberösterreich.
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Am Hof leben 210 Muttersauen, sowie 300 Mastschweine.
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Seit zwei Jahren wurde der Betrieb um eine 420KW PV-Anlage erweitert.
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Die eigene Jungsauen-Aufzucht bringt für die Tiere einen großen gesundheitlichen Vorteil und dient unserem Familienbetrieb weiters als finanzielle Absicherung.
Was bedeutet es für dich, Bäuerin zu sein?
Ich liebe meinen Beruf, da er abwechslungsreich ist, ich in und mit der Natur arbeiten darf und auch noch meine eigene Chefin bin. Die Arbeit mit den Tieren macht mir Spaß und ich finde dennoch noch viel Zeit für meine Kinder und meinen Ehepartner. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir täglich wertvolle Lebensmittel produzieren und einen wesentlichen Teil zur Pflege und Erhaltung unserer schönen Landschaft beitragen. Mich motiviert jeden Tag die Wichtigkeit meines Berufes aufs Neue, denn ohne uns Bäuerinnen und Bauern gibt es keine Lebensmittel – und somit sind wir ein sehr wichtiger, gar unverzichtbarer Teil der Gesellschaft.
Was bedeutet es für dich persönlich, Lebensmittel für andere zu erzeugen?
Ich sehe es als eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, mache mir aber große Sorgen, gerade in Bezug auf Schweinefleisch und Getreide, dass die Versorgungssicherheit in Österreich in Zukunft nicht mehr gewährleistet werden kann. Viele Betriebe halten dem Druck nicht stand und junge Bäuerinnen und Bauern wollen sich den locker sitzenden öffentlichen Anschuldigungen der Tierquälerei und den ständigen Kontrollen nicht mehr unterziehen.
Was motiviert dich, dein Wissen (als Schule am Bauernhof Anbieterin) weiterzugeben?
Es ist nicht nur schön, das große Interesse der Kinder und Besucher zu spüren, sondern auch wichtig für mich, die wertvolle Arbeit in der Landwirtschaft wieder vor den Vorhang zu holen. Bei diversen Veranstaltungen in der Region als die Frau/Bäuerin, die die Lebensmittel herstellt und sich um die Tiere kümmert, erkannt zu werden, macht mich sehr zufrieden.
Warum ist es wichtig, mehr Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft aufzubauen?
Früher waren 95 Prozent der Bevölkerung in der LW tätig – heute sind dies nur noch knapp 3 Prozent. Es liegt auf der Hand, dass das Wissen rund um die Landwirtschaft einen ganz anderen Stellenwert bekommen hat. Dies ist für mich ein klarer Auftrag, mich als Bäuerin wieder sichtbar zu machen, Aufklärungsarbeit zu leisten und dadurch zu hoffen, einen kleinen Beitrag zur Entwicklung in die richtige Richtung beizutragen.
Herzlichen Dank an Bäuerin Petra für den tollen Einblick in deine Arbeit!
Dieser Stalleinblick entstand in Kooperation mit der ARGE Bäuerinnen im Zuge des Internationalen Jahres der Bäuerinnen und soll einen Einblick in den vielseitigen Alltag und die wichtige Arbeit von Bäuerinnen geben.












