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Sichere Almen – mit Rücksicht unterwegs

„Wer auf der Alm unterwegs ist, bewegt sich in einer bewirtschafteten Kulturlandschaft. Aufmerksamkeit, Respekt und Rücksicht schaffen Sicherheit für alle.“

Unsere Almen sind einzigartige Kulturlandschaften. Sie sind Lebensraum für Tiere, Arbeitsplatz für Bäuerinnen und Bauern sowie ein beliebtes Ziel für Wanderinnen und Wanderer. Damit dieses Miteinander funktioniert, braucht es vor allem eines: gegenseitigen Respekt. Wer die Alm als das wahrnimmt, was sie ist – nämlich ein bewirtschafteter Lebens- und Arbeitsraum – trägt wesentlich dazu bei, dass Mensch und Tier sicher unterwegs sind.¹

Die Alm ist kein Freizeitpark

Auf den Almen wird gearbeitet. Während Wandernde die Natur genießen, kümmern sich Almbewirtschafterinnen und Almbewirtschafter täglich um ihre Tiere, pflegen Weiden und erhalten eine jahrhundertealte Kulturlandschaft. Gerade in den Sommermonaten verbringen viele Nutztiere rund um die Uhr auf der Alm. Sie bewegen sich frei, schützen ihre Kälber und reagieren auf Veränderungen in ihrer Umgebung.

Wer aufmerksam unterwegs ist, erkennt schnell: Hier gelten andere Regeln als im Tal. Rücksichtnahme, ausreichend Abstand und ein ruhiges Verhalten sorgen dafür, dass Begegnungen zwischen Mensch und Tier problemlos verlaufen.²

Die Alm spricht mit dir

Sicherheit beginnt lange bevor es zu einer direkten Begegnung mit Weidetieren kommt. Wer aufmerksam durch die Landschaft geht, erkennt viele Situationen frühzeitig.

Vor und während der Wanderung lohnt es sich, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Sehe ich Kälber? Wo Kälber sind, befinden sich meist auch Mutterkühe, die ihren Nachwuchs instinktiv schützen.
  • Wie verhalten sich die Tiere? Fixieren sie mich, sammeln sie sich, heben sie den Kopf oder wirken sie unruhig? Das können Warnsignale sein.
  • Kann ich mit etwas Abstand an der Herde vorbeigehen? Oft reichen wenige Meter mehr Distanz aus, um Stress für Mensch und Tier zu vermeiden.
  • Bin ich mit Hund unterwegs? Dann braucht es besondere Vorsicht.
  • Habe ich mich vor der Tour informiert, ob meine Route über beweidete Almflächen führt?

Nicht Angst macht sicher, sondern Aufmerksamkeit. Wer die Signale der Alm wahrnimmt und entsprechend handelt, erlebt die Bergwelt entspannt und sicher.¹ ²

Mit Hund auf der Alm: Verantwortung beginnt an der Leine

Immer mehr Menschen nehmen ihren Hund mit auf Wanderungen. Grundsätzlich ist das möglich – allerdings nur, wenn der Hund jederzeit zuverlässig unter Kontrolle ist.

Aus Sicht einer Kuh unterscheidet sich ein Hund kaum von einem natürlichen Beutegreifer. Durch die Rückkehr des Wolfs reagieren insbesondere Mutterkühe heute noch sensibler auf alles Hundeartige. Bei tödlich verlaufenen Kuhangriffen auf Almen in den vergangenen Jahrzehnten waren Hunde beteiligt.

Deshalb gilt:

  • Hund immer an einer kurzen Leine führen.
  • Ausreichend Abstand zu Weidetieren halten.
  • Herden möglichst weiträumig umgehen.
  • Den Hund jederzeit sicher kontrollieren können.
  • Ist das nicht möglich, sollten Wege durch beweidete Flächen gemieden werden.

Die Verantwortung trägt immer der Mensch am anderen Ende der Leine.¹ ²

Gemeinsam für sichere Almen

Unsere Almen sind ein wertvoller Natur- und Erholungsraum. Gleichzeitig sind sie Arbeitsplatz und Lebensraum für Mensch und Tier. Wer Rücksicht nimmt, aufmerksam unterwegs ist und einfache Verhaltensregeln beachtet, trägt dazu bei, dass dieses Miteinander funktioniert.

So bleiben unsere Almen das, was sie seit Jahrhunderten sind: lebendige Kulturlandschaften, die Landwirtschaft, Natur und Erholung miteinander verbinden.

Der Wolf ist zurück in Österreich. Was dies für unsere Almen bedeutet, erfährst du hier.

¹ Unsere.Almen: Informationen und Beiträge zu Almsicherheit und richtigem Verhalten auf Almen. www.unsere-almen.at

² Österreichischer Almwirtschaftsverein: Empfehlungen zum sicheren Verhalten auf Almen und Informationen zur Almwirtschaft. www.almwirtschaft.com

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